Die Rosskastanie ist ein sommergrüner Baum, der im Herbst bestachelte Kapselfrüchte trägt. Im Gegensatz zur Edelkastanie sind sie nicht essbar. Sie enthalten ein Gemisch von Saponinen, das als Aescin oder weniger korrekt auch als Aesculin bezeichnet wird. Das ß-Aescin kommt zu etwa 40% in diesem Gemisch vor. Das Saponingemisch selbst ist in der Frucht zwischen 3% und 6% enthalten.
In früheren Zeiten glaubten die Menschen - und manche auch heutzutage noch -, dass schon eine Rosskastanie, die man in der Hosentasche trägt, für die Gesundheit förderlich ist.
In der Homöopathie gehören folgende Beschwerden und Krankheiten zum Anwendungsgebiet: Venöse Stauungszustände mit Folgekrankheiten; Hämorrhoiden, Lenden-Kreuzbeinschmerz (Keller, Greiner, Stockebrand, 1990).
Der therapeutische Einsatz umfasst die erhöhte Durchlässigkeit von Blutgefäßen, Schweregefühl und Schmerzen in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Schwellungen, Varizen, Venenentzündung, venöse Durchblutungsstörungen und Stauungsödeme, Ulcus cruris, Hämorrhoiden, Schwellungen und Entzündungen nach Trauma, Thrombosen.